Es gibt da eine Weisheit, die besagt: „Im Schlaf kann man keine Schulden machen.“ Und je länger man darüber nachdenkt, desto klüger klingt sie. Schließlich ist Schlaf der einzige Zustand, in dem weder das Finanzamt noch der Kontostand anklopfen können – und ganz ehrlich, wann hat uns das Leben jemals so viel Gnade gezeigt?
Warum nicht die Decke der Verantwortung ganz über den Kopf ziehen und einfach im Bett bleiben? Das Bett ist schließlich ein Ort reinster Unschuld. Wer schläft, sündigt nicht und geht vor allem nicht shoppen.
Der Morgen ist seit jeher ein gravierend unterschätztes Minenfeld, denn das Problem beginnt ja schon, sobald man die Bettdecke zur Seite schlägt. Noch bevor die erste Tasse Kaffee fertig ist, hat man schon drei Katastrophen ausgelöst:
- Der Stromverbrauch steigt (Hallo, Kaffeemaschine!).
- Man denkt kurz daran, mal wieder gesund zu frühstücken, entscheidet sich dann doch für Nutella und macht indirekt die Schokoindustrie reicher.
- Und wer sich dann noch auf Social Media verirrt, hat am Sonntag spätestens bis 9 Uhr morgens das Bedürfnis, Dinge zu kaufen, die man weder braucht noch versteht.
Im Bett hingegen kann nichts Schlimmes passieren. Man liegt und träumt vor sich hin. Und wer sich nicht bewegt, kann auch keinen Unfall bauen.
Finanziell betrachtet ist das Bett also ein Hort der Sparsamkeit. Keine unnötigen Restaurantbesuche, kein Benzinverbrauch, und man kann die Heizung einfach ausschalten. Schließlich hält uns die Decke warm.
Natürlich wird es auch Kritiker geben, die behaupten, ein Leben im Bett sei keine Lösung. Doch wussten Sie, dass einige der besten Ideen der Welt, von Newtons Gravitation bis hin zu Kekse-im-Bett-Essen, im Liegen entstanden sind?
Also, liebe Leserinnen und Leser, gönnen Sie sich mal eine Pause. Bleiben Sie liegen, machen Sie es sich bequem, und wenn jemand fragt, warum Sie noch im Bett sind, lächeln Sie milde und sagen: „Ich mache Schuldenprävention.“
Denn eines ist ziemlich sicher: Wer schläft, der spart.