Der Morgennebel

Gedicht über den Morgennebel

Verfasser: André Stickel

Die Straßen sind im Traum gefangen,

von grauen Schleiern noch verhangen.

Als ob die Welt im Zauber schwebt,

die sich nun aus dem Dunkel hebt.

 

Verhüllt die Bäume, still und sacht,

dem Nebel weicht die dunkle Nacht.

Der erste Strahl, ein Sonnenkuss,

ein sanftes Spiel im Lichterguss.

 

Die Straßen sind im Traum gefangen,

von grauen Schleiern noch verhangen.

Als ob die Welt im Zauber schwebt,

die sich nun aus dem Dunkel hebt.

 

Die Dächer glitzern feucht und klar,

ein kühler Wind trägt Ahnung gar,

von all dem, was der Tag verspricht,

die Stadt erwacht im Morgenlicht.

 

Die Straßen sind im Traum gefangen,

von grauen Schleiern noch verhangen.

Als ob die Welt im Zauber schwebt,

die sich nun aus dem Dunkel hebt.

 

So freundlich grüßt der neue Morgen,

vergessen sind der Nächte Sorgen.

Ein Schleier steht am Himmelsbogen,

der Schlaf der Stadt ist noch verwoben.

 

Denn träumend, aber wach zugleich,

regt sich das Leben, leis und weich.

Im zarten Nebel scheint erwacht,

die Freundschaft zwischen Tag und Nacht.

 

Die Straßen sind im Traum gefangen,

von grauen Schleiern noch verhangen.

Als ob die Welt im Zauber schwebt,

die sich nun aus dem Dunkel hebt.