EIN GLÜHWEIN, heiß und rot im Glas.
Schon bringt der erste Schluck viel Spaß.
Denn schnell wird’s warm im Magen sein,
dann greifst Du gern zum zweiten Wein.
SWEI GLÜHWEIN. Ach, die Welt wird schön.
Man kann ja kaum noch grade steh’n.
Die Wangen glühn, die Lieder klingen,
und Worte fangen an zu springen.
DREI LÜHWEI. Hoppla, was für‘n Wort!
Von wo kommt nur das Lallen dort?
Die Zunge tanzt, der Satz verheddert,
doch weiter geht’s, der Pegel klettert.
HIER HÜHEI, und schon wird es wirr.
Man stolpert quer durch das Geschirr.
Ein Raunen, das den Platz durchsetzt,
der Glühwein flüstert: „Nimm mich jetzt!“
FLÜH HÜNEI, heißt es später dann,
weil keiner Fünf mehr zählen kann.
Die Runde dreht sich, taumelt, lacht,
der Glühwein hat sein Werk vollbracht.